Bujinkan Dojo Ludwigshafen

Sóke

Masaaki Hatsumi (初見 良昭) ist seit 1972 das Oberhaupt des Bujinkan Dōjō.

Mit sieben Jahren begann Hatsumi, Kendo von seinem Vater zu lernen. Nebenbei trainierte er auch noch Aikido, Judo und Karate. In der Schule übte Hatsumi sich in Gymnastik und Boxen und war Kapitän des Fußballteams. Er übte sich in Tanz, was ihm half Budō zu erlernen. In der Highschool boxte er weiter und betrieb Judo. Er studierte Dramaturgie und Theaterwissenschaften.

Hatsumi machte sein Examen in Theaterwissenschaften und Seikotsu (deutsch in etwa Osteopathie, eine Methode Knochen zu richten) auf der Meiji-Universität in Tokio. Danach gründete er eine Praxis für Seikotsu. Während er auf der Universität war, erlangte er den 4. Dan in Judo, was in seinem Alter selten war. Er wurde gefragt, ob er Judo mit den amerikanischen Soldaten in der Yokota Armeebasis trainieren könnte. Hatsumi zweifelte an der Wirksamkeit von Judo, wenn man als kleinerer oder schwächerer Kämpfer nicht gegen größere, stärkere Gegner gewinnen konnte.

Er begann, sich auf die Suche nach richtigen Kriegskünsten zu machen, und übte mit einem japanischen Lehrer namens Ueno den Kampfstil ‚Kobujutsu Juhappan‘. Nach drei Jahren hatte er den Stil gemeistert und sein Lehrer Ueno sagte, dass er ihm nichts mehr beibringen könnte. Er riet Hatsumi nach Nara zu gehen und einen fähigen Lehrer zu finden.

Als Hatsumi 25 Jahre alt war, traf er hier auf Takamatsu Toshitsugu, bei dem er Taijutsu lernte. Hatsumi reiste von da an 15 Jahre lang, einmal im Monat, zehn Stunden über die Insel Honshū zu seinem Lehrer. Er verließ Freitagnacht Noda, blieb das Wochenende über bei seinem Lehrer und trainierte mit ihm. Sonntagnacht verließ er Takamatsu wieder und machte sich auf den langen Rückweg, um Montagmorgen wieder seine Praxis zu öffnen.

Takamatsu gab Hatsumi im März 1958 ein Zertifikat dafür, dass er 34. Sōke des Togakure Ryu und damit sein Erbe sei.