
Dōjō (道場) ist ein japanischer Begriff, der wörtlich „Ort des Weges“ bedeutet und traditionell einen Raum oder Ort zum Lernen, Trainieren und Meditieren bezeichnet, insbesondere in Kriegskunst und Kampfsportarten.
Das Konzept entstand im Zen Buddhismus als Ort für spirituelles Training und entwickelte sich zu einem Ort, der auch körperliche Disziplinen umfasst und einen ganzheitlichen Ansatz zur Selbstverbesserung durch Disziplin, Respekt und Achtsamkeit betont.
Das Dōjō ist kein Ort der Demokratie.
Es herrscht auch keine Konsummentalität des „Gebens und Nehmens“ mit dem Lehrer.
Das Dōjō und die Lernumgebung dienen dazu, tiefere Beziehungen jenseits finanzieller Transaktionen aufzubauen.
„Isshin Denshin 以心伝心 “ ist die direkte und persönliche Wissensvermittlung zwischen Lehrer und Schüler.
Sie ist individuell und wird für jeden Menschen, der mutig das Dōjō betritt und mit Shugyou beginnt, einzigartig sein.
Konsummentalität hat im Dōjō keinen Platz. Es ist kein Gemeindezentrum oder Fitnessstudio. Es ist weder eine Sportmannschaft noch ein Verein.
Das Dōjō ist ein Ort, an dem Geist und Körper auf oft chaotische Weise herausgefordert werden, um ein besseres Selbstverständnis zu entwickeln.
Der Lehrer ist nicht immer ein Freund. Er ist oft „grausam, um gütig zu sein“, um das anzusprechen, was für Wachstum erforderlich ist, und folgt dabei den Naturgesetzen.
Das Training mag sich unfair oder ungastlich anfühlen. Aber so ist das Leben. Budō ist Leben. Es ist keine Kunst, die darauf abzielt, Menschen vor der Härte des Lebens zu schützen, sondern es ist vielmehr ein Ort, an dem man seine Stärke und Widerstandsfähigkeit steigern kann, um zu überleben und Hindernisse zu überwinden.
Wer nicht wirklich tiefer in die Seele eintauchen will, wird im Dōjō nicht lange bleiben. Selbst wenn er bleibt, wird sein Wachstum vielleicht nur oberflächlich sein.
Das Dōjō ist kein Ort, den jeder akzeptieren kann. Es wird Blut, Schweiß und Tränen geben, Langeweile und Zeiten der Prüfung.
Das Konzept des „Buyu“ ermöglicht es, diese Zeiten mit Lachen und Freundschaften zu ertragen, die aus einer Bruderschaft geteilter Seelen und Körper entstehen.
Die Tatami Matten sehen weich aus, doch in Wirklichkeit sind sie ein steiniger Boden/Pfad, auf dem man immer fallen und weitergehen muss, egal wie schmerzhaft, herausfordernd oder schwierig es ist.
Budo lehrt, wie man in unserem Leben durchhält und Beschwernisse besser erträgt.
Dies wiederum öffnet Geist und Herz für das Erfahren und Wertschätzen von wahrem Glück und Liebe.
Durch hartes Training erkennen wir die Zerbrechlichkeit unseres Selbst und andere und entwickeln schließlich ein ausgeglichenes Gefühl des Mitgefühls in unserem Leben.
