Ninja Biken 忍秘剣
Im Gegensatz zu vielen klassischen Samurai Schulen, die den offenen Zweikampf in den Mittelpunkt stellen, verfolgt die Togakure Ryū einen taktischen und situationsbezogenen Ansatz. Das Schwert dient nicht allein dem Angriff, sondern als vielseitiges Werkzeug für Selbstschutz, Täuschung, Flucht und das Überleben.
Charakteristisch für das Bikenjutsu der Togakure Ryū sind fließende Bewegungen, ein flexibler Umgang mit Distanz und Winkel sowie die Fähigkeit, sich schnell an wechselnde Situationen anzupassen.
Der Übende lernt, den Gegner nicht mit roher Kraft zu besiegen, sondern durch geschicktes Timing, präzise Positionierung und das Ausnutzen von Schwachstellen.

Traditionell wird neben dem Gebrauch der Klinge auch der kreative Einsatz der Schwertscheide vermittelt.
Diese kann zum Blocken, Hebeln, Ablenken oder zur Schaffung von Distanz eingesetzt werden. Ebenso werden Techniken gelehrt, bei denen Ziehen, Schneiden und Bewegen zu einer fließenden Handlung verschmelzen.
NINJA-TŌ 忍者刀 / SHINOBI-GATANA 忍び刀

Das Ninja-tō besitzt eine lange Sageo (Kordel), doch die Klinge ist kürzer als die Saya (Scheide).
Das Schwert misst üblicherweise zwischen 1 und 2 Shaku (30–60 cm). Das Kojiri (Endstück der Scheide) war verstärkt, manchmal waren Eisenschienen in der Saya verarbeitet.
Die Tsuka (Griff) ähnelte dem eines normalen Katana, und die Tsuba war nicht zwingend quadratisch geformt. Zudem war es sehr wichtig, dass das Schwert beim Tragen im Gürtel nicht auffiel.
Die Klinge wurde manchmal mit öliger Tinte beschichtet, um Reflexionen zu vermeiden. Im unteren Teil der Saya ließen sich Metsubushi (Blendpulver) oder geheime Dokumente verbergen.
Dann gibt es noch das Shichinin-tō oder auch, Shikorogatana, eine Klinge, die sägeartig gezackt war. Zudem existierten zahlreiche Varianten, bei denen das Schwert im Inneren eines gewöhnlich wirkenden Stabes verborgen war.

忍者の剣は闇夜の剣をかいくぐる
(Ninja no ken wa yamiyo no ken o kaikuguru)
“Das Schwert des Ninja weicht dem Schwert der dunklen Nacht aus.“
